Das Online-Lehre-Team der ZEWK bietet verschiedenen Kurse zum Thema: Neue Medien an. In diesem Zusammenhang haben wir sehr unterschiedliche Teilnehmergruppen, d.h. die Technikaffinität ist sehr unterschiedlich. Es gibt Kurse, da brauchen Teilnehmer wirklich nur eine sehr kurze Einführung z.B. Programmumgebung und bei wiederum anderen Kursen, muss man mit den Basics anfangen. Ich persönlich finde es immer sehr schwer, vor ab schon klären zu können, auf welchem Stand der jeweilige Teilnehmer ist.

Bei Studierenden denke ich, wird es ähnlich sein. Es kommt ganz darauf an, aus welchem Bereich sie kommen. Ingenieure/Innen oder Informatiker/Innen brauchen sicher keine Einführung in Blogs oder nur einen kurzen Überblick. Dagegen brauchen Geisteswissenschaftler/Innen sicher eine genauere Einführung in die Benutzung einer Blogsoftware.

Meiner Meinung nach kann man mit Blogs in einer gewissen Art und Weise das Schreiben von „eigenen“ Werken sehr gut üben. Spätestens bei der eigenen Abschlussarbeit wird das „eigene“ Werk gefordert sein. Ich bin der Meinung, dass gerade Blogs im Bereich Hochschule und Forschung einen sehr guten Kontext liefern müssen. Es muss eben sehr gut recherchiert.

Durch das Schreiben in Blogs kann auch der Schreibstil verbessert werden. Durch die Kommentarfunktion wird man sicher für „gutes“ Schreiben sensibilisiert, zudem kann bzw. wird man dazu gezwungen „selbst“ zu schreiben und nicht zu kopieren – ein Blog ist öffentlich!!!

Einen großen Vorteil sehe ich darin, dass man wirklich rechtzeitig mit dem „ÜBEN“ anfangen kann, so dass nicht erst das böse Erwachen in der Abschlussarbeit kommt. Ich finde Blogs in diesem Bereich sehr sinnvoll und würde es sicher auch gerne mal wieder einsetzen.

Urheberrecht nicht verletzen: richtig Zitieren können, eigenes, gutes Schreiben lernen – nicht kopieren!!!

Ich habe mir Weblogs in der Lehre – Drei Fallbeispiele von Stefanie Panke & Uwe Oestermeier ausgesucht. Mir hat der Artikel sehr gut gefallen, weil er doch sehr praxisbezogen ist und eben wie der Titel schon sagt, sich auf Fallbeispiele konzentriert. In diesem Artikel geht es um drei Fallbeispiele:

  1. Begleitender Einsatz in Massenvorlesung
  2. Einsatz zu Vorlesung und Übung
  3. Einsatz in virtuellem Seminar

Begleitender Einsatz in Massenvorlesung

An der Uni Tübingen wurde das Weblogsystem Bebop in einer Grundstudiumsvorlesung eingesetzt. Die Nutzung für die Studierenden war verpflichtend, d.h. sie mussten mindestens zwei Postings und vier Kommentare verfassen. Der Blog diente der Ablegung von Vorlesungsfolien. Die Studierenden sollten Fragen zum Vorlesungsstoff stellen und andere Studierende kommentieren.

Einsatz zu Vorlesung und Übung

Bei diesem Fallbeispiel wurde das System Bebop an der Fachhochschule Neu-Ulm eingesetzt. Die Benutzung des Weblogs wurde in diesem Beispiel nur empfohlen, es war also nicht verpflichtend. Der Blog wurde zunächst nur als eine Art Homepage benutzt, d.h. es wurde aktuelle Informationen abgelegt. Des Weiteren fungierte der Blog als Lehrportfolio für die Studierenden. Zum Schluß diente der Blog als Plattform zur Prüfungsvorbereitung. Der Blog stieß bei den Studierende auf eine hohe Resonanz. Jedoch muss man erwähnen, dass es ein sehr hoher Arbeitsaufwand für die Dozentin war.

Einsatz in virtuellem Seminar

Hier wurde der Blog als virtuelles Doktorandenseminar eingesetzt. Hier lag die Aufgabe darin, dass die einzelnen Doktoranden federführend ein Thema übernehmen sollten und gestaltete die virtuelle Sitzung (vitero).

Die beiden Autoren kommen zu folgender Schlußfolgerung: im privaten Kontext zeigen sich Blogs als eine Form des Micropublishing. Hier steht die Freude am Schreiben im Mittelpunkt. Es müssen bei verschiedenen Veranstaltungen neue Anreize geschaffen werden, um das Blog „weiter“ zu beleben und leben zu lassen.

Die Blogvielfalt im Bereich elearning ist wahnsinnig groß. Es reichte aus die Begriffe elearnig und blog bei Google einzugeben und schon hatte ich ca. 330 000 Ergebnisse gefunden. Wahnsinn!! Die Vielfalt ist unbeschreiblich groß, dass liegt aber sicher an dem Klientel, welches sowieso mit dem Medium Blog umzugehen weiß und es auch nutzt.

google_search

Die Motivation liegt sicherlich an ihrem Umfeld selber, den Blog einfach als Medium zu nutzen. E-Learning = Online-Lehre, da sollte man sich schon einmal mit Blogs auseinander gesetzt haben

Ich bin auf wirklich viele Blogs gestoßen und muss sagen, alle haben irgendwas interessantes an sich. Jedoch ist bei mir oft auch die Optik entscheidend, ob ich den Blog lesen werde oder nicht. Ich finde auch, dass es auch gewisse Regel über Farben, Schriftarten und Kontraste geben sollte – z.B. gelbe Schrift auf schwarzen Grund liest sich nun mal wirklich nicht gut.

  1. http://blog.e-learning.tu-darmstadt.de/ – Blog der TU Darmstadt
  2. http://elearning.hwr-berlin.de/blog/ – Blog der HWR Berlin

Ich finde beide Blogs sehr ansprechend gestaltet und für mich sind Blogs aus dem Hochschulbereich (Elearning) sehr interessant, da wir im Online-Lehre-Team auch planen, einen Blog aufzusetzen und „aktuell“ zu halten 😉

Bei diesen Blogs sind sicherlich die Mitarbeiter/Innen, Professoren/Innen und Studierenden die Hauptzielgruppe. Es werden aber viele Interessierte auch ihre Informationen finden.

Liebe Teilnehmer/Innen,

ich freue mich sehr hier zu sein und erhoffe mir viel Spass am Kurs und viel Wissenswertes zum Thema Blogs zu erfahren.